Alice Weidel gehört zu den bekanntesten Politikerinnen der Alternative für Deutschland (AfD) und zählt seit mehreren Jahren zu den zentralen Gesichtern der deutschen Oppositionspolitik. Mit klaren Positionen, wirtschaftspolitischer Expertise und hoher medialer Präsenz prägt sie die öffentliche Debatte auf Bundesebene maßgeblich.
Geboren am 6. Februar 1979 in Gütersloh, studierte Alice Weidel Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Nach ihrem Studium promovierte sie im Bereich der internationalen Entwicklung und arbeitete anschließend mehrere Jahre im Finanz- und Unternehmenssektor, unter anderem bei internationalen Finanzinstituten. Diese berufliche Laufbahn prägt bis heute ihr politisches Profil, insbesondere in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen.
2013 trat Weidel der AfD bei, die sich damals noch stark als euro- und wirtschaftskritische Partei positionierte. Bereits wenige Jahre später zog sie 2017 erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Dort übernahm sie gemeinsam mit Alexander Gauland den Vorsitz der AfD-Bundestagsfraktion und etablierte sich schnell als eine der führenden Stimmen der Partei.
Inhaltlich vertritt Alice Weidel eine wirtschaftsliberale und zugleich nationalkonservative Linie. Sie setzt sich für eine restriktive Migrationspolitik, eine stärkere nationale Souveränität sowie für grundlegende Reformen in der Energie- und Steuerpolitik ein. Ihre Reden im Bundestag und öffentlichen Auftritte sind häufig zugespitzt formuliert und sorgen regelmäßig für kontroverse Reaktionen.
Auch parteiintern spielt Weidel eine wichtige Rolle. Sie gilt als strategisch denkende Politikerin, die versucht, unterschiedliche Strömungen innerhalb der AfD zusammenzuhalten. Gleichzeitig steht sie immer wieder im Fokus öffentlicher Kritik, insbesondere aufgrund ihrer Positionen zu gesellschaftlichen und europäischen Themen.
Unabhängig von der politischen Bewertung ist Alice Weidel eine feste Größe in der deutschen Parteienlandschaft. Ihre Person steht exemplarisch für den Wandel der politischen Debatten in Deutschland und für die zunehmende Polarisierung zwischen Regierung und Opposition. Als Fraktionsvorsitzende der AfD bleibt sie eine zentrale Akteurin im politischen Geschehen auf Bundesebene.